Bodybuilding ist gefährlich

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Bodybuilding ist gefährlich

Bodybuilding ist gefährlich

Bodybuilding ist gefährlich, wenn der/die Trainierende keinen starken Kern hat. Wieso das so ist, werde ich in den nächsten Zeilen kurz erläutern.

Sport ist eigentlich unglaublich gesund. Durch Sport:

  • trainieren wir unser Herz-Kreislauf-System
  • stärken wir unseren passiven Bewegungsapparat d.h. Knochen, Sehnen, Bänder, Gelenke usw.
  • beugen Verletzungen und Muskelschwund vor
  • beeinflussen unseren Hormonhaushalt positiv, sodass wir besser Fett abbauen und Muskeln aufbauen können, uns glücklicher fühlen und fitter sind
  • können wir unseren Körper formen
  • usw.


Insbesondere Bodybuilding gewinnt immer mehr an Beliebtheit und kann zu unglaublichen Transformationen führen. Aber dies ist nur eine Seite der Medaille.

Gefahren des Bodybuildings

Bei all den Vorteilen, welche Bodybuilding mit sich bringt, gibt es auch einige Gefahren. Darüber wird aus meiner Sicht viel zu wenig berichtet. Denn wir leben in einer Zeit, in welcher uns über Social Media und insbesondere durch Influencer vermittelt wird, dass alles perfekt sein muss und auch perfekt sein kann. Jeder zeigt sich von seiner schönsten Seite – oder optimiert die Bilder entsprechend. Alle setzen ein happy face auf und suggerieren, dass ihre Karriere, ihre Beziehungen, ihre Figur und ihr ganzes Leben perfekt ist.

Doch so ist das Leben nicht. Wie unser Pulsschlag, bringt auch das Leben ups and downs mit sich. Bei jedem von uns. Wir alle erleben Phasen der Unsicherheit und Angst, Zeiten in denen wir unglaublich enttäuscht und verletzt werden, Momente in denen wir uns schwach und demotiviert fühlen. Das ist auch nicht schlimm, solange wir nicht zu lange in diesen Phasen verweilen.

Und was hat das jetzt damit zu tun, dass Bodybuilding gefährlich sein kann? Sehr viel. Denn Bodybuilding ist zwar in einem gesunden Mass sehr gut für unseren Körper, doch das gesunde Mass zu halten, ist in diesem Sport nicht ganz einfach. Denn Bodybuilding ist ein sehr oberflächlicher Sport. Da sich das Krafttraining extrem gut zur Formung des Körpers eignet, ist dies auch meist der Grund, weshalb jemand damit anfängt. Nicht alle, aber die Meisten. Das bedeutet nicht der Sport und die Gesundheit liegen im Fokus, sondern das äussere Erscheinungsbild. Und da dies nicht nur bei dem einzelnen Trainierenden so ist, sondern in der ganzen Bodybuilding-Szene, vergleicht man sich sehr schnell mit anderen Athleten. Dadurch setzt man sich enorm unter Druck und fühlt sich automatisch schlecht und nicht gut genug. Denn es gibt immer jemand, der besser trainiert ist.

Bodybuilding – Zwang, Perfektionismus & Narzismus

Ein gesundes Training kann dadurch sehr schnell zum Zwang werden und in den Perfektionismus und oftmals in den Narzissmus führen. Ich habe selbst viel Zeit in Fitnessstudios verbracht und konnte dies immer und immer wieder beobachten. Es geht darum gesehen zu werden, der grösste und stärkste zu sein und sich über den eigenen Körper zu definieren und zu profilieren. Dies ist nicht wertend, sondern lediglich eine Beobachtung.

Durch Social Media wird der Druck nochmals enorm verstärkt. Denn es werden uns immer wieder Bilder von Fitnessmodels und Athleten mit einem perfekten Körper gezeigt. Was mit dem richtigen Winkel, der richtigen Pose, den Lichtverhältnissen und mit heutigen Bearbeitungsprogrammen alles beeinflusst wurde, wird jedoch nicht preisgegeben.

Ein perfekter Körper durch Bodybuilding

Gibt es solche «perfekte Körper» in der Realität nicht? Doch. Aber sehr selten und meist nicht auf Dauer. Es gibt Menschen, welche genetisch sehr gut veranlagt sind und mit der richtigen Ernährung und Sport sehr viel erreichen können. Die meisten uns präsentierten «Vorbilder» in der Fitnessszene sehen jedoch meist nicht aus, wie auf den Fotos. Einerseits weil wie gesagt sehr viel bearbeitet wird und andererseits, weil man sich auf Social Media meist nur von den schönsten Seiten und Winkeln zeigt.

Zudem haben viele Sportler Phasen, in denen sie sehr trainiert sind und dann wieder Phasen, in welchen sie weniger trainiert sind. Denn für den Körper ist ein sehr niedriger Gehalt an Körperfett extrem anstrengend, weshalb dieser Zustand nicht lange gehalten werden kann.

Bodybuilding & Doping

Was uns Social Media auch nicht preisgibt ist, dass die meisten Fitnessmodels und Bodybuilder dopen. Anabolika ist in der Bodybuilding-Szene viel verbreiteter als viele denken. Auch dies weiss ich aus eigener Erfahrung. Als ich in Fitnessstudios trainiert habe, tat ich dies, um fit und gesund zu bleiben. Es war nie mein Ziel, einen Körper eines Fitnessmodels zu haben. Da dieser Wunsch jedoch so verbreitet ist und daher angenommen wird, dass jede Frau dieses Ziel hat, wurden mir etliche Male Dopingmittel angeboten.

Ich habe mich auch mit vielen Fitnessathletinnen oder deren Coaches unterhalten und ich habe keine einzige Athletin kennengelernt, welche nicht gedopt hat. Das mag jetzt vielleicht viele überraschen, denn einer Frau sieht man oftmals nicht an, dass sie dopt, sofern sie keine Muskelberge aufgebaut hat. Ein sehr niedriger Körperfettgehalt ist für Frauen jedoch noch viel schwieriger als für Männer. Dies liegt an unserem Hormonhaushalt. Daher wird an diesem Hormonhaushalt oftmals «rumgeschraubt», um in die «richtige Form» zu kommen.

Wie schädlich dies für die Gesundheit ist, wissen die Meisten nicht. Es werden nur die positiven Effekte der Dopingmittel preisgegeben (ist auch logisch, denn dahinter verbirgt sich ein riesiges Geschäft). Dass dieser Missbrauch von Dopingmitteln jedoch teilweise irreparable Schäden zur Folge haben kann, wird mehr oder weniger totgeschwiegen.

Wer von diesen Schäden etwas spürt, verschwindet dann einfach von der Bildfläche, bzw. aus den Social Media Kanälen. Und das Traurigste an der ganzen Sache: die sogenannten «Vorbilder» sind meist trotz «perfektem Körper» unzufrieden und unglücklich. Denn sie setzen sich nun noch mehr unter Druck, um die entsprechende Figur zu erhalten, vergleichen sich noch mehr, werden noch perfektionistischer und wenn Dopingmittel im Spiel sind, lassen auch Depressionen meist nicht lange auf sich warten. Denn in unseren hochkomplexen Hormonhaushalt einzugreifen bleibt nicht ohne Folgen.

Wozu das Ganze?

Wir alle wollen doch eigentlich nur glücklich sein und wertgeschätzt werden. Wer nicht an seiner mentalen Verfassung gearbeitet hat und stets arbeitet, der verfällt oftmals in die Illusion, dass dieses Glück durch Anerkennung von aussen entsteht. Die Versuchung sein Äusseres so zu optimieren, dass die Anerkennung kommt, ist für Menschen mit einem schwachen Kern extrem gross.

Das sehen wir nicht nur in der Bodybuilding-Szene, sondern auch daran, dass immer mehr Menschen sich durch Schönheitsoperationen, teure Kleider, Autos, Häuser und materielle Güter oder durch irgendwelche Titel Anerkennung «erkaufen». Und doch klappt es nicht. Denn Glück hängt in erster Linie nicht von äusseren Einflüssen ab, sondern von unserer mentalen Programmierung und unserer inneren Haltung. Daher sollten wir immer zuerst an unserem Inneren arbeiten, bevor wir unser Äusseres optimieren.

Letzteres kann dann natürlich auch geschehen. Es ist ja nichts Schlimmes daran, wenn man einen schönen Körper hat oder ein schönes Auto fährt. Aber man sollte sich nicht darüber definieren.

Da ich viele junge Frauen und Männer dabei beobachtet habe, wie sie in diesen Schönheits- und Oberflächlichkeitswahn gestürzt sind, wollte ich in diesem Blogbeitrag auf die Gefahren des Bodybuildings eingehen. Wie gesagt gibt es jedoch auch viele Vorteile des Krafttrainings.

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Mit dem erlangten Wissen, könntest auch Du in Zukunft Menschen mit einem professionellen Personal Training begleiten und auf die Chancen und Gefahren des Bodybuildings aufmerksam machen. Dadurch können wir gemeinsam für mehr Sicherheit und Freude in diesem Sport sorgen.

Wenn Du zudem mehr über mentale Fitness erfahren möchtest, empfehle ich Dir die Blogbeiträge von Birol Isik. Er begleitet seit über 15 Jahren Menschen bei der persönlichen Entwicklung und im Unternehmensaufbau und teilt sein wertvolles Wissen unter anderem in Form von Blogbeiträgen und Podcasts.

Weiterführende Links

Mentaltraining Birol Isik

Über Daniela Lovric


Text: Daniela Lovric

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Birol Isik

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Kommunikationsexperte & Mental Trainer

Daniela Lovric

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